Santalum album – Weißer Sandelholzbaum

Sandelholz

Während meiner Nepal-Reise kaufte ich mir als Mitbringsel Massageöle, Rose, Lavendel und Sandelholz. Sandelholz testete ich bereits vor Ort im Gesicht und den Nasennebenhöhlen. Da ich einen langwierigen Infekt bekam. Zuhause angekommen bestellte ich mir Sandelholz zum Räuchern. 

Am vergangenen Wochenende räucherte ich ein paar Stücken und recherchierte im Internet dazu. Dabei las ich bei utopia.de, dass Sandelholz u. a. beruhigend, entzündungshemmend und Blutdrucksenkend wirkt. Die Sandelholz-Räucherstäbchen liebe ich schon immer am meisten. In Nepal war ich auch total entspannt, aber da wird fast an jeder Ecke geräuchert. Deshalb sind wohl auch die Menschen so gelassen. Lasst uns Sandelholz überall verräuchern gegen Wut und schlechte Gedanken. 😊 Wenn ich den Duft einatme, stellt sich ein beruhigendes Wohlgefühl ein. Es entspannt mich. 

Nach der Sandelholz-Räucherung konnte ich seit langem mal wieder fast 12 Stunden mit kleinen Unterbrechungen schlafen. Das fühlte sich toll an, auch wenn ich mit Kopfschmerzen aufwachte. Diese habe ich mit einem Espresso inkl. einer angestoßenen Kapsel Kardamom und Sandelholzöl auf den Schläfen bekämpft. 

Sandelholz wird jetzt mein Begleiter durch den Wechsel meiner Gezeiten. Ein Hoch auf diese Entdeckung. Ich fühle mich entspannter und schlafe viel besser.

Sandelholzbäume sind vorrangig in Indien beheimatet. Daher ist der Kauf aufgrund langer Transportwege nicht nachhaltig. Der Baum benötigt 15 bis 25 Jahre, bis ätherische Öle aus seinem Holz gewonnen werden können. Inzwischen ist er in vielen tropischen Gebieten heimisch.

Dennoch empfehle ich Sandelholz-Räucherungen zu probieren. Ich habe noch nichts gleichwertig Gutes entdeckt. Das ätherische Öl in reiner Form kostet zwischen 30,00 und 50 Euro für 5 ml. 

Mein genutztes Sandelholz ist rot und stammt daher höchstwahrscheinlich vom Rote Sandelholz (Pterocarpus santalinus). Diese Pflanze ist mit dem Sandelholzbaum nicht verwandt. Dennoch unterliegt sie dem Washingtoner Artenschutzabkommen.

In Peking gibt es das Museum für rotes Sandelholz und historische Möbel aus rotem Sandelholz und ist gleichzeitig Ausbildungsstätte für die alte Tradition der Sandelholzverarbeitung.

Dresden, 25.02.2020

Maren Martini