Abschied von Altem schafft Platz für Neues und Jahrestag meiner Internetseite

Facebook, Instagram und WhatsApp  – Ich nehme Abstand davon!

Warum ich mich entschieden habe, diese Apps zu löschen – Ich will Abstand!

Der Ursprung waren meine Kinder und Neugierde. Ich wollte wissen, was so im Netzwerkland läuft.

Es begann mit Facebook, ich glaub 2010/11, was ich 2012 aufgrund diverser privater Vorkommnisse, unter anderem auch Stalking, gelöscht habe. Der Account ist noch aktiv, ich aber nicht. Damit ist klar, vollkommen verschwunden, selbst wenn ich es lösche, ist es eben nie. 

Inzwischen sind meine Töchter alt genug, um ihrer Wege zu gehen und selbst Verantwortung zu übernehmen. Das lernen sie auch durch die Benutzung des Internets und diverser Apps. Gerade bei meiner jüngsten, mit 16 Jahren, haben wir uns zeitig damit auseinandergesetzt. Statt Sperren habe ich versucht, sie heranzuführen und ihr zur Seite zu stehen. Verbote gab es bei uns nie, höchstens Einschränkungen von Internetzeiten und auch der Handynutzung.

Wir reden darüber und versuchen, Probleme gemeinsam zu lösen. Das ist definitiv der bessere Weg. Denn nur so haben wir eine Vertrauensbasis geschaffen, indem sie immer zu mir kommen kann, um mit mir zu reden. Sie hat somit mehr Freiraum, ich ebenso und sie lernt, selbstständig zu werden.

Kontrolle ist unausgesprochenes Misstrauen, nichts anderes und das ist grausam, verletzend und für niemanden förderlich. In Zeiten, da wir überall präsent sein können, müssen wir dennoch lernen, es nicht zu müssen.

Selbst Kinder sind schon gestresst von unzähligen WhatsApp-Gruppen-Chats, Instagram-Nachrichten, -Informationen und Facebook. Wobei ich sagen muss, dass ich 2017 zu Instagram wechselte, um zu sehen, was meine Tochter da erwartet. Zu diesem Zeitpunkt empfand ich es als das „Neue Facebook“.

Will man Facebook und Instagram als Marketingstrategie nutzen, sind es gute Möglichkeiten. Doch inzwischen stehe ich dem ganzen skeptisch gegenüber, privat und beruflich.

Ich boykottiere ja auch Amazon seit Jahren erfolgreich. Aber das hat noch andere Hintergründe.

Also beschloss ich, nach längerem Überlegen und Informieren meiner lieben Freunde, Instagram und WhatsApp komplett zu löschen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen:

Dienstag, der 30.06.2020 ist der Tag des Abschieds von Instagram.

Ein bisschen Wehmut überkommt mich einerseits, denn ich habe viele Menschen kennengelernt, denen ich sonst nie in meinem Leben begegnet wäre, die mich bereichert, inspiriert, geholfen haben, die ich um Rat fragen konnte. Andererseits weiß ich, dass man lieb gewonnene Menschen immer im Herzen trägt und nie aus den Augen verliert. Zumal es in der heutigen Zeit Dank des Internets viel einfacher ist. Früher haben wir Brieffreundschaften gepflegt und ich hatte Freundschaften in Ungarn und Bulgarien, persönlich kennengelernt haben wir uns nie…

Für mich ist es ein Neubeginn, denn ich werde meinen Fokus auf meine Internetseite richten und sie mit Fotos, Neuigkeiten und Texten befüllen. Ich kann und will nicht mehr länger überall präsent sein. Es zieht mir Energie, die ich anderweitig gut gebrauchen kann. Es ist eine Zeit des Umbruchs, nicht nur für mich, sondern generell, und ich nutze sie für mich. 

Was will ich erreichen? Ich will in Kontakt bleiben mit

  • meiner Familie, die verstreut ist,
  • den lieben Menschen, die ich kennen- und schätzen gelernt habe, sich aber nicht in meiner unmittelbaren Reichweite befinden.
  • alten Bekannten, zu denen ich selten Kontakt habe.
  • Freunden, die mir lieb sind und in die Ferne gezogen sind.
  • den inspirierenden Menschen, die mich auf meinem Lebensweg begleiten.

 

Das war der Grund für WhatsApp und Instagram. Doch inzwischen ist mir das alles zu viel. Ich will vorwärts kommen, und da muss ich auch an mich denken und Einschränkungen vornehmen. Deshalb gibt’s seit dem 28.06.2020 kein WhatsApp und ab morgen kein Instagram mehr.

Kontakte zu pflegen, ist auch anderweitig möglich.

  • SMS
  • Telegram – wie ich in den letzten Tagen gelernt habe – mit den richtigen Daten- und Sicherheitseinstellungen – sowie
  • Threema

sind auch Möglichkeiten zu kommunizieren und: Auch das Smartphone hat auch eine Anruffunktion. 😊

 

Da ich mich für einen holistischen Weg entschieden habe, gehören diese Netzwerke nicht mehr dazu.

Andererseits ist es auch ein Boykott gegenüber Herrn Zuckerberg, der immer reicher wird und nein, ich neide es ihm nicht. Finanziell reich zu sein bedeutet nicht, deshalb gesünder oder reicher an Liebe oder Erfahrung zu sein. Geld bedeutet Macht und das habe ich in den letzten Monaten immer wieder gespürt und erfahren, wie alles erkauft wird. Meinungen, Menschen, alles ist käuflich. Und das will ich nicht länger mit unterstützen, deshalb ist für mich, wenn es auch ein kleiner Teil ist, ein Boykott solcher Netzwerke enorm wichtig.

Jeder kann in seinem Rahmen seiner Möglichkeiten, etwas zu einer besseren Welt beitragen.

Ich habe eine sinnlose Unfallversicherung gekündigt und nur noch eine Haftpflichtversicherung. Der Mensch, vor allem in Deutschland, ist absolut überversichert. Ich war letztens so schockiert, dass es sogar eine Krebsversicherung gibt. Es gibt quasi nichts, wogegen man sich nicht versichern kann. Schau ich, wie ich meine Gesundheit erhalte, wozu muss ich mich gegen alles absichern? Diese Gesellschaft ist erkrankt und es ist keine Besserung in Sicht. 

Meine AOK-Wahlversicherungen (Zahnzusatz- und Ausland), die mir Ende März 2020 gekündigt und zu schlechteren Konditionen neu angeboten wurden, habe ich nicht neu abgeschlossen. Denn wie kann es sein, dass von der Bundesregierung beschlossen wird, dass dies auf einmal nicht mehr zusammenpasst und den Menschen, in der Zeit der Corona-Krise diese Versicherungen zu kündigen, finde ich erbärmlich. Jeder hat(te) mit sich und anderen Dingen zu tun, andere bangten um den Job oder haben ihn verloren. Nein, das können alles keine Zufälle sein. Denn bekannterweise ist nichts Zufall. Das Leben ist ein Kreislauf und es kommt alles wieder zu uns zurück.

Ich habe außer Büchern und ein paar Tickets für kommende Konzerte – hoffentlich ohne Mundschutz (Ich habe mir der Umwelt zuliebe weder einen gekauft noch genäht!) – kaum Geld ausgegeben. Wenn ich zum Arzttermin muss, binde ich mir eins meiner vielen Seidentücher vor den Mund, dies genügt für die kurze Zeit. Konsum adé! Bekleidung kauf ich Second Hand bei ubup, verreisen werde ich erst, wenn es diesen Ausnahmezustand nicht mehr gibt, in dem ich nicht mehr weiß, wie ich mich verhalten soll. Es ist alles andere als normal und das seit März! Ehrlich gesagt, mir reicht es schon lange mit der ganzen Maskerade, unter der so viele leiden und es viele Seelen zerstört.

Da ich damit genug Geld spare, habe ich es sinnvoll verwendet und bin Mitglied beim Bund Dresden und dem Freundeskreis des Palais Sommer Dresden geworden und habe diverse kulturelle Organisationen mit Spenden unterstützt, u. a. GrooveStation Dresden, Klubnetz Dresden und den Elbhangfest e.V.

 

Dresden, 29.06.2020

Namaste und behaltet immer die Sonne im Herzen

Maren Martini

 

Und am Ende meiner Zeilen stelle ich fest: Es ist der erste Jahrestag meiner Internetseite!

Darauf ein Feuerwerk und ich freue mich auf einen Neubeginn – Halleluja, wie der große Leonard Cohen sang.