Aktionstag „Alles, was dem Kopf gut tut“ am 10. Dezember 2019

Lavendel

Am Aktionstag der TU Dresden fanden heute einige Vorträge und Aktionen statt. Ich fand dies eine sehr schöne Idee. Allerdings war sie sehr kurzfristig angekündigt (mit E-Mail vom 2.12.19). Daher konnten es sicher nicht viele Mitarbeiter einrichten, zwischen 10:00 und 14:00 Uhr ins Hörsaalzentrum zu schlendern und teilzunehmen. Ich würde schätzen, es waren mehr Studenten als Mitarbeiter vor Ort.

Die Vorträge und Schnupperkurse hatten ein Zeitfenster von 30 bis 45 Minuten, wie z. B.

  • MBSR: Mindfulness-Based Stress Reduction
  • PMR: Progressive Muskelrelaxation

Die Angebote waren bereits am Anmeldetag fast komplett ausgebucht, somit sehr gefragt. Das allein spricht dafür, wie hoch der Bedarf bei  Mitarbeitern und Studenten ist, u. a.: Back-Check, Balance-Check, Stresswaage.

Ich hatte mich für den

Vortrag „Achtsames Essen“ von Marie Peterseil 

angemeldet.

Rote Bete-Kartoffel-Pastinaken-Topf

Die Psychologin Marie Peterseil stellte in ihrem Vortrag die Grundlagen „Achtsamen Essens“ vor. Sie ging auf die Frage ein, was sich hinter dem Begriff Achtsamkeit überhaupt verbirgt und stellte das Kursangebot zum Thema vor.

Der Vortrag war sehr interessant, achtsamer Weise mit 30 Minuten viel zu kurz gehalten. Da Ernährung ein weites Feld ist und so viel mehr umfasst, vor allem wenn es achtsam sein soll.

Dankenswerter Weise war es für mich eine Bereicherung, ihren Vortrag zu hören. Was wir wissen ist: Ausreichend Schlaf, ohne Ablenkungen zu essen, Meditation, Pausen im Alltag, auch im Büro, Bewegung etc. spielen eine große Rolle. Das alles ist Achtsamkeit und doch gerät es immer so schnell ins Vergessen.

Der ab Januar angebotene Kurs findet von 13:00 bis 16:30 Uhr statt, so dass ich daran nicht teilnehmen kann. Aber so selektieren sich die Achtsamkeits-Angebote von selbst, was mir Entscheidungen abnimmt und somit auch wieder ein Gewinn ist.

Ein schönes Zitat von Frau Peterseil ist:

“Wenn die Ablenkungen im Außen wegfallen, 

können wir unsere eigenen Denkmuster erkennen und Gelassenheit üben. “

 

Anschließend lauschte ich dem

Vortrag von Prof. Hartmut Göbel zu „Kopfschmerz & Migräne im Hochschulalltag vorbeugen“ 

Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel, einer der renommiertesten Kopfschmerzexperten Deutschlands, sprach in seinem Vortrag über Kopfschmerzarten, Strategien zur Prophylaxe und wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus stellte er die Befragungsergebnisse der Studie „KopfHoch“ an der TU Dresden vor.

Publikumsfragen waren u.a.: Ob es Untersuchungen zur Mütze als Prophylaxe-Mittel (wie Wagner sie trug) gibt. Dies ist nicht der Fall. Ich selbst kann sagen, ich bin ein Mützenträger bei Migräne. Ich brauche die Wärme, vielleicht das “Behütet-sein”, wenn ich Migräne habe. Das wurde mir aber erst bewusst, als die Frage aufkam. Ich nehme an, dass die Verkrampfungen sich durch die Wärme lösen, durch das Wohlgefühl Entspannung und somit Erleichterung eintreten. Mir hilft Wärme meist besser als Kälte, aber das ist eine individuelle Eigenschaft. Jeder muss testen, was ihm gut tut. Der Körper sagt es einem schon.

Es wurde berichtet, dass es eine Prophylaxe- und Behandlungs-App (Android und Apple) gibt. Auf der Internetseite sind dazu und auch zu Schmerzexperten Informationen zu finden.

Aktuell ist ein “Neues Therapiemanual Migräne für die hausärztliche Praxis” , welches wir unseren Hausärzten einfach als Geschenk überreichen könnten. Für sensible Ärzte ist die sanfte Form möglich: Ihnen vom Vortrag erzählen, und dass es das neue Manual gibt.

Und vielleicht, wenn sie achtsam sind, sind sie dankbar dafür!

Es wurde eine Broschüre für Mitarbeiter herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Barmer mit Inhalten zu:

Kopfschmerz in Zahlen 

Migräne

Kopfschmerz vom Spannungstyp 

Medikamente 

Entspannung 

Ernährung 

Kopfschmerz-Schnelltest

Kopfschmerz-Guide 

Kopfschmerzkalender

und eine für Studierende, die sich vom Inhalt unwesentlich unterscheiden.

Das Ergebnis ist, wie ich es betrachte, immer dasselbe:

“DURCH DIE RICHTIGE ERNÄHRUNG, REGELMÄSSIGEN SCHLAF UND EIN GUTES VERHÄLTNIS VON ANSPANNUNG UND ENTSPANNUNG SORGST DU FÜR EINE GLEICHMÄSSIGE ENERGIEVERSORGUNG. DAS DEFIZIT KANN SO GAR NICHT ERST ENTSTEHEN.”

Ich würde noch Aroma- und Pflanzentherapie (z. B. Lavendel und Mutterkraut) einbeziehen, Umweltfaktoren (Lärm etc.) sowohl ins Projekt als auch in die Therapie natürlich.

Die beiden Vorträge passten sehr gut zusammen und in diesem Sinne meine Bitte: 

Bleiben Sie achtsam, in erster Linie für und mit sich und dann mit allen anderen!

©Maren Martini

Dresden, 10. Dezember 2019