Tinkturen

Tinkturen sind  alkoholische Auszüge, um die Wirkstoffe aus der Pflanze zu ziehen. Allerdings nicht zu empfehlen bei Menschen mit Leberproblemen wg. des Alkoholgehalts. Vorteil ist die Haltbarkeit.

Ich verwende 40%igen Wodka (genauso geht Rum – kenne wir vom Rumtopf oder Gin, Weinbrand, Cognac für edle Varianten) aus dem Supermarkt.

Ein sauberes Schraubglas, Einmachglas bis zur Hälfte mit dem Kraut, Blüten oder Wurzelstücken befüllen, mit Alkohol aufgießen, komplett bedecken, damit das Kraut nicht fault, 4 bis 6 Wochen stehen lassen. Unsere Pflanzenkunde-Lehrerin sagte immer: „Einen Mond stehen lassen.“ Das bedeutet ca. 29,5 Tage! 🙂 Es lebe die liebe Mondin!

Anwendung: Bei Bedarf 20 Tropfen 3xtgl. und max. 6 Wochen! Danach immer pausieren!

Folgende habe ich selbst angesetzt und getestet:

  • Brombeer-Tinktur=Brombeerschnaps als Genussmittel
  • Hamamelis-Tinktur/Zaubernuss-Tinktur: Zum Baden, Sitzbad und bei Hämorrhoiden 
  • Lavendel-Tinktur: zum Baden und abends ein Likörglas bei Unruhe und Schlafproblemen.
  • Melissen-Tinktur=Melissengeist mit Gewürzen angesetzt.
  • Mutterkraut-Tinktur: Verwendung bei Migräne und Frauenbeschwerden
  • Pfingstrosen-Tinktur
  • Rosskastanienblüten-Tinktur: Bei Venenproblemen, z. B. schweren Beinen hat es einen angenehm kühlenden Effekt. Ich habe es mit Arnika-Öl gemischt und nach dem Joggen als Massageöl verwendet. 
  • Rosenblüten-Tinktur: beruhigende Wirkung (zumindest bei mir wirken die Rosenblüten so)
  • Vanilleschoten-Tinktur: Für Speisen
    und weitere Experimente werden folgen.

Dresden, 01. August 2019

©Maren Martini